Rechtliches / AGB

Auktionsbedingungen


Durch die Teilnahme an der Auktion werden die folgenden Bedingungen anerkannt:

1. Die Versteigerung erfolgt in Schweizer Franken. Der Verkauf erfolgt an den Höchstbietenden, dessen Gebot vom Auktionator akzeptiert wurde. Der Bieter bleibt an sein Gebot gebunden, bis dieses entweder ausdrücklich überboten oder vom Versteigerer abgelehnt wird. Entsteht irgendeine Meinungsverschiedenheit, dann kann der Versteigerer darüber nach freiem Ermessen entscheiden oder das Los neu aufrufen und versteigern. Die Lose werden mit der Massgabe versteigert, dass das Los den vom Verkäufer festgesetzten Mindestpreis erzielt. Verkäufer dürfen auf eigene Objekte nicht mitbieten oder auf ihre Rechnung durch Dritte mitbieten lassen. Der Versteigerer behält sich vor, zur Vertretung von Kaufaufträgen, eigenen Kaufabsichten und/oder Verkaufslimiten selber mitzubieten.

2. Bieter müssen vor der Abgabe eines Gebotes gegen Angabe der Personalien beim Sekretariat eine Bieternummer lösen. Die Auktionen St. Moritz AG (nachstehend "A. St. M.") kann einen offiziellen Identitätsnachweis, eine Bankreferenz und/oder Sicherheiten verlangen. Es liegt im Ermessen der A.St.M. eine Person nicht an der Auktion teilnehmen zu lassen.

3. Es steht dem Versteigerer nach seinem Ermessen frei, ein Gebot ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Der Versteigerer behält sich ferner das Recht vor, Lose zu vereinigen, zu trennen, ausserhalb der Reihenfolge anzubieten, hinzuzufügen und/oder wegzulassen bzw. von der Auktion zurückzuziehen.

4. Gebote werden in der Regel anlässlich der Auktion persönlich und direkt durch deutliche Kundgabe an den Auktionator abgegeben. Bietaufträge (für den Fall, dass der Bietende nicht persönlich an der Auktion teilnehmen kann), müssen bis spätestens 24 Stunden vor Auktionsbeginn in Schriftform abgegeben werden oder per Post bzw. per Fax an Auktionen St. Moritz AG, Via Rosatsch 7, 7500 St. Moritz zu gehen und nach dem Ermessen der A.St.M. klar und vollständig sein. Zusätzliche Bedingungen, die durch den Bieter angebracht werden, sind ungültig. Bei gleichem Höchstbetrag von Bietaufträgen wird derjenige Bietauftrag berücksichtigt, welcher früher eingetroffen ist. Bietaufträge sind unwiderrufbar und verbindlich. Gebote unter den Ausrufslimiten können nicht berücksichtigt werden. Telefonische Bieter, welche nach Ermessen der A.St.M. nur in einer beschränkten Zahl zugelassen werden, müssen ebenfalls bis spätestens 24 Stunden vor Auktionsbeginn in schriftlicher Form der A.St.M. alle Details (Personalien, telefonische Erreichbarkeit, interessierende Lots usw.) mitteilen. Der Zuschlag auf schriftliche Gebote erfolgt innerhalb der gegebenen Limite, anschliessend an das höchste Gebot des Saales (sowohl durch persönlich Anwesende als auch durch telefonische Gebote). Jegliche Haftung der A.St.M. für Bietaufträge wird wegbedungen, soweit dies gesetzlich zulässig ist.

5. Auf dem Zuschlagspreis ist von allen Käufern (Ersteigerern) auf jedes einzelne Objekt ein Aufgeld von 19% zu bezahlen. Die schweizerische Mehrwertsteuer (MWSt.) von 8.0% wird auf dem Aufgeld und auf allen andern von der A.St.M. dem Käufer in Rechnung gestellten Beträgen erhoben und auf ihn überwälzt. Der Käufer (Ersteigerer) erklärt sich damit einverstanden, dass die A.St.M. auch vom Einlieferer eine Kommission erhält.

6. Die Auktionsrechnung wird mit dem Zuschlag zur sofortigen Bezahlung in Schweizer Währung in bar, Kredit- oder EC-Karte fällig. Verrechnung ist ausgeschlossen. Der Käufer haftet für seine Käufe persönlich und kann nicht geltend machen, für Rechnung Dritter gehandelt zu haben. Das Eigentum und die Gefahr gehen mit dem Zuschlag auf den Käufer über. Es wird jedoch hiermit vereinbart, dass die A.St.M. bis zur vollständigen Bezahlung aller geschuldeten Beträge ein Retentions- und Faustpfandrecht an allen bei sich befindlichen Objekte des Käufers hat. Die Aushändigung der Kaufgegenstände erfolgt nach erfolgter Barzahlung, nach getätigter Zahlung per Kredit- oder EC-Karte oder nach bei uns eingetroffener Gutschrift.

7. Die Gegenstände werden in dem Zustand versteigert, in dem sie sich im Zeitpunkt des Zuschlages befinden. Während der Ausstellung besteht die Möglichkeit, die Gegenstände eingehend zu besichtigen. Alle mündlichen und schriftlichen Äusserungen irgendwelcher Art sind keine Zusicherungen, Gewährleistungszusagen, Garantien oder dergleichen, sondern lediglich Meinungsäusserungen, die jederzeit geändert werden können. Die A.St.M. (sowie die mit der A.St.M. in Verbindung stehenden Personen) und der Einlieferer bzw. Verkäufer haften nicht im Zusammenhang mit solchen Äusserungen, insbesondere nicht für unrichtige bzw. unvollständigeBeschreibungen, Abbildungen, ZuschreibungenfürdenHersteller, den Ursprung, das Alter, die Herkunft, die Masse, die Vollständigkeit, den Zustand und/oder für die Echtheit des Objektes sowie für andere offene oder verborgene Mängel. Stillschweigende Garantien und Bedingungen sind ausgeschlossen. Die angegebenen Preise verstehen sich als unverbindliche Schätzungen und enthalten weder das Aufgeld noch die MWSt.Jede Gewährleistung für Rechts- und Sachmängel wird wegbedungen, soweit dies gesetzlich zulässig ist.

8. Erklärt sich die A.St.M. in speziellen Fällen ausnahmsweise bereit, den Zuschlag wegen erheblichen Mängeln des Objektes (z.B. nachträglich entdeckte Fälschung) zu annullieren, so erfolgt dies freiwillig und ohne rechtliche Verpflichtung. Aus solchen Kulanzfällen können für andere Fälle keine Ansprüche abgeleitet werden.

9. Leistet der Käufer die geschuldete Zahlung nicht oder nicht rechtzeitig (Ziff. 6), kann A.St.M. namens des Einlieferers wahlweise (a) weiterhin Erfüllung des Kaufvertrags verlangen oder (b) ohne Fristansetzung auf Leistung des Käufers verzichten und Schadenersatz wegen Nichterfüllung verlangen oder vom Kaufvertrag zurücktreten. Der Käufer haftet der A.St.M. und dem Einlieferer gegenüber für allen aus der Nichtzahlung bzw. Zahlungs-verspätung entstehenden Schaden.

10. Bei Objekten, welche im Namen und für Rechnung Dritter verkauft werden, hat der Käufer bzw. Ersteigerer keinen Anspruch auf Bekanntgabe des Verkäufers bzw. Einlieferers und der Einliefererkommission.

11. Diese Bedingungen sind Bestandteil jedes einzelnen Gebotes. Abänderungen sind nur schriftlich gültig. Ausschliesslich die deutsche Fassung dieser Auktionsbedingungen ist massgebend.

12. Es ist Schweizer Recht anwendbar. Als Erfüllungsort und Gerichtsstand anerkennt der Bieter bzw. Käufer den Sitz der A.St.M..

Auktionen St. Moritz AG, St. Moritz


Auktionsbedingungen Stille Auktion


Durch die Teilnahme an der Auktion werden zusätzlich zu den Auktionsbedingungen die folgenden Bedingungen als primär anwendbar anerkannt:
1. Für die Objekte der „Stillen Auktion“ können nur Gebote in schriftlicher Form eingereicht werden. Entsprechend werden diese Objekte nicht an der ordentlichen Auktion ausgerufen. So können keine persönlichen oder telefonischen Gebote in Bezug auf diese Lose (Objekte) abgegeben werden.

2. Die Gebote für diese Objekte müssen zu ihrer Gültigkeit bis spätestens Vorbesichtigungsschluss in Schriftform abgegeben werden oder per Postweg, Fax, E-Mail dem Auktionshaus bis selbigem Zeitpunkt zugegangen sein. Nach Ermessen des Auktionshauses müssen diese klar und vollständig sein.

3. Diese Bedingungen sowie die Auktionsbedingungensind Bestandteil jedes einzelnen Gebotes und des mit dem Auktionshaus geschlossenen Kaufvertrages.
Auktionen St. Moritz AG, St. Moritz


Einlieferer-Konditionen


Der Auftraggeber (nachstehend „ Einlieferer“) erteilt der Auktionen St. Moritz AG (nachstehend A.St.M.) den Auftrag, die im Auktionsvertrag aufgeführten Objekte in seinem Namen für seine Rechnung zu folgenden Bedingungen zu verkaufen:

1. Der Einlieferer leistet A.St.M. und dem Käufer dafür Gewähr, dass die eingelieferten Objekte durch keinerlei Ansprüche Dritter belastet sind, er über diese frei verfügen und an diesen das Eigentum rechtsgültig .betragen kann und diese insbesondere nicht gestohlen wurden, gegen den Willen des Eigentümers abhanden gekommen sind, rechtswidrig ausgegraben oder illegal in die Schweiz importiert wurden. Der Einlieferer erklärt, dass er A.St.M. sämtliche ihm bekannten Informationen über die Herkunft der Objekte mitgeteilt hat. Der Einlieferer bestätigt, dass die Objekte offiziell in die Schweiz eingeführt wurden oder aber schon mindestens fünf Jahre in der Schweiz lagerten. Im ersten Fall bestätigt der Einlieferer weiter, dass die Objekte rechtmässig entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen des Ausfuhrlandes, in dem sie sich befunden haben, ausgeführt wurden, und dass die erforderlichen Angaben über den Ex- und Import der Objekte ordnungsgemäss abgegeben wurden. Im Falle einer Verletzung der vorstehenden Bestimmungen ist A.St.M. berechtigt, namens des Einlieferers vom Verkauf von Objekten zurückzutreten und behält sich die Geltendmachung aller weiteren Rechte vor.

2. Der Einlieferer bestätigt, dass er A.St.M. alle Informationen, die ihm bekannt sind oder bekannt sein sollten, welche die Beschreibung der von ihm eingelieferten Objekte im Auktionsvertrag oder Auktionskatalog als unzutreffend erscheinen lassen könnten, offengelegt hat.

3. Der Einlieferer verpflichtet sich, auf Auforderung von A.St.M. einen schriftlichen Nachweis (in einer für A.St.M. annehmbaren Form) über seine Identität vorzulegen (wie Name, Geburtsdatum, Wohnort oder Staatsangehörigkeit). A.St.M. ist berechtigt, Kopien dieser Dokumente anzufertigen und zu den Akten zu nehmen.

4. Der Zuschlag erfolgt an den Meistbietenden. Bei zu tiefen Angeboten ist der Auktionator berechtigt, im Interesse des Einlieferers nicht zu verkaufen. Es können Limiten vereinbart werden.

5. Vom Total der Zuschläge erhält A.St.M. die umseitig festgelegte Kommission. Diese beträgt im Normalfall 19%, zuzüglich MWST. Der Einlieferer anerkennt den Anspruch von A.St.M. auf das vom Käufer gemäss den jeweils geltenden Auktionsbedingungen zu bezahlende Aufgeld (nachstehend das .Aufgeld.). A.St.M. ist berechtigt, die Einlieferungskommission und die weiteren Auslagen (nachstehend Ziff. 6 und 7) sowie die darauf entfallende MWST einzubehalten.

6. Grossformatige Abbildungen werden im Katalog gegen besondere Vergütung zuzügl. MWST aufgenommen.

7. A.St.M. führt, nach Absprache mit dem Einlieferer, Restaurations- sowie Auffrischungsarbeiten durch. Die Kosten werden dem Einlieferer zuzügl. MWST verrechnet.

8. Die Objekte werden gegen Einbruch, Feuer, Wasser, einfachen Diebstahl und Beschädigung versichert. Die Versicherungsprämie beträgt 1,5% inkl. MWST der vereinbarten Limite bzw. der Schätzung, sofern keine Limite vereinbart worden ist. Wird die Versicherung nicht gewünscht, entfällt jegliche Haftung von A.St.M. für Beschädigung, Zerstörung, Untergang oder Diebstahl von Objekten. Versicherungsdeckung besteht bis zum Zeitpunkt des Zuschlags oder bis der Einlieferer verpflichtet wird, das Objekt wieder abzuholen. Die Entschädigung berechnet sich auf dem Wert des Objekts abzüglich Einlieferungskommission und Auslagen von A.St.M., gemäss Ziff. 5 - 7. Für den Wert des Objekts ist die vereinbarte Limite bzw. der Schätzwert massgebend. Keine Versicherungsdeckung und auch keine Haftung von A.St.M. bestehen für Schäden an Glas und Bilderrahmen sowie in Fällen von höherer Gewalt.

9. Auf nicht verkaufte Auktionsgegenstände vergütet der Einlieferer A.St.M. den umseitig festgelegten Unkostenbeitrag zuzügl. MWST.

10. Widerruft der Einlieferer den Auktionsauftrag für eines oder mehrere Objekte, ist A.St.M. berechtigt, dem Einlieferer eine Gebühr zu berechnen, welche der Einlieferungskommission gemäss obiger Ziff. 5, dem Aufgeld auf der vereinbarten Limite bzw. auf der unteren Schätzung, falls keine Limite vereinbart worden ist, sowie den weiteren Auslagen von A.St.M. entspricht. Dieselbe Gebühr kann auch verlangt werden, wenn ein Objekt aus Gründen, die der Einlieferer zu vertreten hat, von der Auktion zurückgezogen werden muss. Im übrigen ist A.St.M. jederzeit berechtigt, ein Objekt ohne Angabe von Gründen nicht zur Versteigerung zu bringen.

11. A.St.M. ist berechtigt, jedes ihr zum Verkauf angebotene Objekt zu fotografieren oder sonstwie abzubilden und davon bzw. von Fotografien und Abbildungen, welche ihr vom Einlieferer übergeben wurden, jederzeit nach freiem Ermessen Gebrauch zu machen, sie sowohl in den eigenen Publikationen, als auch in den Medien zu veröffentlichen und damit Werbung zu betreiben, auch wenn kein Zusammenhang zur Auktion besteht. Der Einlieferer nimmt zur Kenntnis, dass die eingelieferten Objekte auf den Internetplattformen samt Katalogbeschreibungen publiziert werden.

12. Der Einlieferer ist dafür verantwortlich, dass die Objekte A.St.M. zur richtigen Zeit zur Verfügung gestellt werden. Die Transportkosten gehen zu seinen Lasten. A.St.M. wird rechtzeitig eingelieferte Objekte vor der Auktion in ihren Räumlichkeiten zur Besichtigung ausstellen. A.St.M. ist berechtigt, die Objekte an einen anderen Ort im In- oder Ausland zu verbringen, sofern dies mit der Versteigerung im Zusammenhang steht; insbesondere, aber nicht ausschliesslich, ist A.St.M. berechtigt, die Objekte im In- oder Ausland für (.öffentliche oder private) Besichtigungen zugänglich zu machen oder zwecks Einholung von Gutachten zu Sachverständigen transportieren zu lassen.

13. A.St.M. macht dem Einlieferer Mitteilung, wenn ein Objekt an der Auktion nicht verkauft wird. Diesfalls ist der Einlieferer verpflichtet, das betreffende Objekt innerhalb von 14 Tagen seit der Benachrichtigung bei A.St.M. auf seine Kosten abzuholen, sofern keine andere Abmachung getroffen wird. Nach Ablauf dieser Frist berechnet A.St.M. eine Lagergebühr von CHF 5.- zuzüglich MWST pro Tag und Objekt. Dieselbe Lagergebühr wird auch erhoben, wenn der Einlieferer die Versteigerungs-Vorschläge von A.St.M. nicht annehmen will und die Objekte nicht innerhalb von 14 Tagen abholt. Solange das Objekt vom Einlieferer nicht abgeholt wurde, steht es A.St.M. frei, das Objekt zum vereinbarten Limitenpreis auch nach der Auktion zu verkaufen. Nicht verkaufte Objekte, die länger, breiter oder tiefer als 50 cm sind, werden drei Wochen nach der Auktion von A.St.M. einem Lager-Halter zur Lagerung übergeben, sofern keine Einigung über eine erneute Aufnahme in eine spätere Auktion zwischen dem Einlieferer und A.St.M. zustande kommt. Die Objekte können dann nach Anmeldung beim Lagerhalter direkt abgeholt werden. Die anfallenden Lagerkosten werden dem Einlieferer direkt vom Lagerhalter in Rechnung gestellt. Für die Lagerung gelten die Geschäfts-Bedingungen des Lagerhalters, die auf Anfrage bei der entsprechenden Firma erhältlich sind. Wird das Objekt innerhalb von 6 Monaten seit Benachrichtigung nicht abgeholt und kommt über das weitere Vorgehen keine Einigung zustande, ist A.St.M. - nachdem sie den Einlieferer hierüber mit eingeschriebenem Brief informiert hat - berechtigt, das Objekt an einer anderen Auktion ohne Rücksicht auf den Limitenpreis zu veräussern. Alle übrigen Bedingungen wie Einlieferungskommission etc. bleiben weiterhin anwendbar.

14. A.St.M. überweist dem Einlieferer den Verkaufserlös (abzüglich Aufgeld, Einlieferungskommission und weitere Auslagen sowie MWST) innert sechs Wochen nach Gesamtauktionsschluss. Falls der Ersteigerer bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht bezahlt haben sollte, erfolgt die Überweisung durch A.St.M. innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt des ganzen vom Ersteigerer geschuldeten Betrages. A.St.M. steht es aber frei, die Auszahlung zu verweigern, falls A.St.M. Grund zur Annahme hat, dass der Ersteigerer den Kaufvertrag annullieren wird oder im Zusammenhang mit dem Kauf in guten Treuen einen Schadenersatzanspruch gegen A.St.M. oder den Einlieferer erheben wird. Unabhängig von anderslautenden Instruktionen des Käufers ist A.St.M. berechtigt, die Zahlungen des Käufers vorab ihren sämtlichen Ansprüchen auf das vom Käufer geschuldete Aufgeld (inkl. MWST.) anzurechnen.

15. Bei einer allfälligen Nicht- oder Schlechterfüllung durch den Ersteigerer trifft A.St.M. keine Verantwortung. Bezahlt der Ersteigerer die von ihm geschuldeten Beträge nicht innerhalb von 30 Tagen seit der Versteigerung, kann A.St.M. den Einlieferer kontaktieren und seine Anweisungen über das weitere Vorgehen entgegennehmen. Auch ohne Rücksprache mit dem Einlieferer ist A.St.M. aber bei Zahlungsverzug des Ersteigerers sowie bei Ausbleiben einer Akontozahlung berechtigt, namens des Einlieferers auf die Leistung des Ersteigerers zu verzichten und Schadenersatz wegen Nichterfüllung zu verlangen oder vom Kaufvertrag, ebenfalls unter Schadenersatzfolgen zu Lasten des Ersteigerers, zurückzutreten. Namens des Einlieferers kann A.St.M. rechtliche Schritte gegen den Ersteigerer einleiten, ohne jedoch dazu verpflichtet zu sein. Die A.St.M. aus ihrem Vorgehen gegen den Ersteigerer entstehenden Kosten sind vom Einlieferer zu tragen.

16. Wird ein Kaufvertrag zwischen dem Einlieferer und dem Ersteigerer gestützt auf Ziff. 8 oder 9 der Auktionsbedingungen oder gestützt auf Ziff. 1 oder 15 dieser Bedingungen rückabgewickelt oder nicht vollzogen (nachfolgend .Annullierung.), so ist der Einlieferer verpflichtet, A.St.M. den ihm mit Bezug auf das von einer solchen Annullierung betroffene Objekt ausbezahlten Betrag zurück zu erstatten sowie die Auslagen und den A.St.M. entstandenen Schaden zu ersetzen. Alsdann wird A.St.M. das betreffende Objekt an den Einlieferer zurückgeben. A.St.M. ist auch ermächtigt, den Verkauf eines Objektes namens des Einlieferers zu
annullieren und sich beim Einlieferer schadlos zu halten, wenn ein Rückgabeanspruch des Ersteigerers (nach freiem Ermessen von A.St.M.) zwar nicht aufgrund von Ziff. 8 der jeweils geltenden Auktionsbedingungen, wohl aber aufgrund dispositiven Rechts bestehen würde, selbst wenn der Ersteigerer die gesetzlichen Prüfungs- und Rügefristen nicht eingehalten hat.

17. Im Falle einer Verletzung dieser Bedingungen hat der Einlieferer A.St.M. sowie gegebenenfalls den Käufer (in Ergänzung zu obigen Bestimmungen) vollumfänglich schadlos zu halten. Der Anspruch von A.St.M. gegenüber dem Einlieferer auf Kommission bleibt trotz Annullierung in den Fällen der Nicht- oder Schlechterfüllung des Ersteigerers sowie bei Vertragsverletzung des Einlieferers bestehen. Zur Sicherung und Befriedigung aller ihrer Ansprüche steht A.St.M. gegenüber dem Einlieferer ein Retentionsrecht an sämtlichen A.St.M. vom Einlieferer übergegebenen beweglichen Sachen zu. A.St.M. ist dabei zur privaten Verwertung solcher Retentionsobjekte berechtigt, inklusive Selbsteintritt. Dabei trifft A.St.M. eine Berechnungspflicht. A.St.M. hat das Recht, ihre Guthaben gegenüber dem Einlieferer zu verrechnen.

18. Die mit dem Einlieferer schriftlich getroffenen Abmachungen gehen diesen Bedingungen in jedem Falle vor.

19. Auf sämtliche Geschäftsbeziehungen zwischen dem Einlieferer und A.St.M. ist ausschliesslich Schweizer Recht anwendbar.

20. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist St. Moritz. A.St.M. ist jedoch berechtigt, vor jedem anderen zuständigen Gericht Klage zu erheben.